Berufskleidung in den passenden Farben kaufen

Arbeitskleidung nach Farben zuzuordnen ist eine alte Tradition. Schon vor Jahrhunderten zeigten Handwerker durch die Farbe und die Form ihrer Arbeitskleidung ihre Zugehörigkeit zu Zünften und Berufsgruppen. Bis heute setzt sich diese Tradition in vielen Berufen fort.


 

Für viele Berufsfelder haben sich bei der Arbeitskleidung bestimmte Farben eingebürgert,
oftmals etablierten sich diese standardisierten Outfits vor vielen Jahrzehnten oder Jahrhunderten.
Wie kam es dazu? Und welcher Beruf trägt was?

Die Bedeutung von Farben bei der Arbeitskleidung

Der Arzt tritt in Weiß auf, der Schornsteinfeger in Schwarz. Andere Beschäftigte zeigen sich in Blau oder in Gelb.
Welche Hintergründe hat das? Hierfür lassen sich mehrere Gründe nennen, zum Teil unterscheiden sie sich zwischen den Berufsgruppen etwas.
Tradition spielt eine große Rolle, die wiederum oftmals aus praktischen Zwecken begann. Das zeigt das Beispiel Mediziner.
Ursprünglich trugen Ärzte Kleidung in Schwarz, mit zunehmender hygienischer Vorsicht wechselten sie auf weiße Klamotten.
Ausschließlich weiße Kleidung ließ sich damals mit hohen Temperaturen keimtötend waschen, schwarze Kleidung blich aus.
Heute lässt sich das auch mit schwarzer Berufskleidung durchführen, die weiße Kleidung für Ärzte,
Krankenschwestern und Pflegekräfte hat sich aber längst zur Standard-Uniform entwickelt.
Diese Berufsgruppen setzen damit eine Tradition fort, deren funktionale Begründung nicht mehr gilt.
Zugleich besteht der Grund für bestimmte Farben häufig in etwas Symbolhaftem sowie in einer gewünschten, optischen Wirkung.
Weiß steht beispielsweise für Reinheit. Diese strahlen Pflegekräfte genauso gern wie Köche oder Beschäftigte in der Lebensmittelindustrie aus.
Rot signalisiert dagegen Vorsicht und Notfälle, dunkle Farben wie Schwarz wirken besonders seriös.
In verschiedenen Berufen kommt auch heute noch der leichten Handhabung eine entscheidende Bedeutung zu.
Bei schwarzer Kleidung und einem dunklen Blau fallen Verschmutzungen kaum auf, Nutzer müssen die Arbeitskleidung nicht ständig waschen.

Wiedererkennungseffekt und Arbeitsschutz

 

Zwei weitere Faktoren beeinflussen die vorherrschende Farbe bei einigen Berufsgruppen. Zum einen verdient der Wiedererkennungswert Aufmerksamkeit.
Verbraucher wissen, dass sich bestimmte Beschäftigte zum Beispiel in Grün oder in Grau kleiden. Entsprechend identifizieren Bürger Arbeitnehmer sofort,
was sich vielfach als vorteilhaft erweisen kann. Zum anderen kann die Farbe dem Arbeitsschutz dienen. Signalfarben wie Rot und Geld machen die Träger kenntlich,
dem kommt bei Outdoor-Tätigkeiten im Straßenverkehr eine hohe Bedeutung bei. Oftmals versehen Produzenten solche Berufskleidung zusätzlich mit Reflektoren.

 

Beispiele: Welche Berufe welche Farben tragen

Aus den genannten Gründen dominiert in vielen Berufsgruppen eine bestimmte Farbe. So kleiden sich Gärtner in Grün.
Grün steht symbolhaft für ihre Arbeit mit Blumen, zugleich gehen pflanzliche Verschmutzungen in der grünen Farbe unter. Installateure,
Schweißer und Schlosser tragen meist blau. Bei Wasserinstallateuren hängt das unter anderem mit ihrem Gegenstand zusammen.
Schwarze Kleidung erfreut sich zum Beispiel bei Schornsteinfegern, Zimmermännern, Sicherheitsleuten und Hotelangestellten großer Beliebtheit.
Bei Schornsteinfegern liegt das vor allem an der Funktionalität und der Tradition, bei Sicherheitsleuten und im Hotelgewerbe genießt
die seriöse Ausstrahlung oberste Priorität. Weiß findet sich in allen Berufsgruppen, die sich durch hygienische Standards auszeichnen sollten.
Die Bandbreite reicht von der Pflegekraft über Bäcker bis hin zu Köchen und Fleischern. Rot kommt vornehmlich in Berufen zum Einsatz,
die öfters im Straßenverkehr arbeiten müssen. Das trifft unter anderem für Bauarbeiter und Möbelpacker zu.
Trockenbauer bevorzugen im Gegensatz dazu Kleidung in Grau, dies liegt insbesondere an ihrem Umgang mit Mörtel und Zement.
Auch viele Techniker entscheiden sich für Latzhosen in Grau, vor allem aus Gründen der Unterscheidbarkeit zu anderen Berufen.
Trotz dieser vielfach klaren Zuordnungen gibt es aber auch Berufsbilder, in denen Beschäftigte unterschiedliche Farben tragen.
Manche Handwerker, Vorarbeiter in Fabriken und Lagerarbeiter kleiden sich in derselben Branche beispielsweise in blauen oder roten Klamotten,
bei diesen Berufen besteht eine gewisse Freiheit. Beschäftigte können sich für Kleidung nach ihren individuellen Vorlieben entscheiden.